Rennsport

...es geht immer noch... Oschersleben 2011 beim Einlenken in die "Triple" auf einer R6

1992 gingen ein Kumpel und ich das erste Mal auf die Rennstrecke. Einfach mal probieren, was in einer FZR 1000 steckt, das war unser Ziel. Es sollte ins belgische Zolder gehen. Ein Langstreckenrennen wurde gleich mitgebucht.

Mit richtigem Herzflattern ging es dann das erste Mal auf eine richtige Rennstrecke. Als „Nordlichter", nicht eben mit tollen Kurven im Überfluss gesegnet, schlugen wir uns beachtlich gut! Heiner, mein Kumpel wurde schneller und schneller und schneller und ...... stürzte spektakulär in der Villeneuve-Schikane :-(
B-Lizenzrennen Supersport 600, Faßberg


Das Langstreckenrennen war damit wohl erledigt, Schlüsselbein kaputt. Ein gewisser Axel Rauch, zwei Zelte weiter, suchte aber ebenfalls einen Fahrer. Wir taten uns zusammen und erreichten auf einer Ducati 900 SS den dritten Platz! Auf der 1000er lagen wir im darauf folgenden auf einem guten sechsten Platz, als Axel sich dann spektakulär seiner FZR entledigte..

Mit einem Pokal durften wir dann nach hause fahren! So fängt man sich den Rennstreckenvirus ein... Ach ja: der gewisse Axel Rauch, mit dem mich seitdem eine Freundschaft verbindet, fährt inzwischen Rennen für „richtige Männer" Isle of man und Ulster GP sind schon seit Jahren bevorzugte „Jagdreviere" von Axel, auf der Insel ist er als „Axel the racer" bekannt...

1995 fuhren wir unser erstes 24-Stunden-Rennen, in Frankreich. Ein 10. Platz in unserer Klasse das Ergebnis. Damit konnten wir zufrieden sein.

1997 kauften Heiner und ich uns unser erstes „richtiges" Rennmotorrad: eine Yamaha FZR 600, Baujahr 1993. Beim ersten Rennen in Magny-Cours, Frankreich, erreichte ich den dritten Platz, mit dem Teil auch ganz ordentlich :-) In der Nacht nach dem Rennen, nach hastigem Genuß mehrerer französischer Biere, stand für uns fest: Das konnte nicht das letzte Rennen sein!

Nur zum Spaß meldete ich mich zu einem B-Lizenz Rennen an. In Fassberg qualifizierte ich mich auf Anhieb, für uns ein großer Erfolg. Aber die Luft in der Supersportklasse ist verdammt dünn, Pokal oder Spital, für einige Supersportpiloten kein leerer Reim...
An diesem Wochenende lernten wir einen netten Technikstudenten aus Saarbrücken kennen. Er fuhr in der 400er Klasse. Nach dem Wochenende telefonierte man ein paar mal. Der Student, Ulf Kaltwasser heißt er, wollte mal meine alte FZR 600 fahren, ich mal seine ZXR 400. Man verabredete sich zum „Partnertausch" in Oschersleben, mit dem Ergebnis. Dass ich den 400er Lauf gewann, er Zweiter bei den 600ern wurde! (Von meiner Disqualifikation wollen wir hier nicht reden)

An dem Abend wurde eine Idee geboren: WIR WERDEN 1998 DIE DEUTSCHE LANGSTRECKENMEISTERSCHAFT FAHREN! Der Rest ist schnell erzählt: wir wurden auf Anhieb 3. in der Deutschen Meisterschaft. Und das mit einem alten Motorrad. Ein besonderer Dank gilt allen fleissigen Helfern, insbesondere natürlich Olaf Henke, unserem Teammanager, der es nicht immer leicht mit der albernen Bande hatte :-)

1999 fuhren wir den deutschen WM-Lauf in Oschersleben für die Zeitschrift „MO" In der Endabrechnung wurden wir 7., bei 53 Teams nicht so schlecht!!!
Hier Bilder vom 24-Stunden WM-Lauf. Neben Koch, Masseur und Zeitnahme natürlich eine ganze Menge Mechaniker! Teammanager: Olaf Henke, Leitung Technik: Heinrich "Heiner" Jeß, Fahrer: Ralph Kleiner, Ulf Kaltwasser, Thomas Klink, Ersatzfahrer: Martin Lindner
Und jetzt?

Ulf und ich bereiten uns auf 2007 vor. Wir wollen vielleicht noch einmal einen WM-Lauf fahren. Im Juni werden wir einen DLC-Lauf auf einer Suzuki GSX-R 750 fahren, dann wissen wir, wo wir stehen. Mal sehen, was draus wird... ;-) Aber erst steht Ulf noch eine etwas schwierigere Aufgabe bevor: Ende August heiratet er seine Steffi...

Und jetzt wissen wir tatsächlich, wo wir stehen: Während ich mich auf meiner R1 abmühte, keinen sauberen Strich fand und teilweise völlig hilflos um die Strecke von Oschersleben herumkasperte (eigentlich waren Zeiten um 1:35,5 anvisiert, für die Cracks unter Euch :-) ...), fuhr Ulf mit der neuen GSX-R 750 kurz mal die Pole bei den 750ern heraus, wurde im Rennen knapper Zweiter!

Ich durfte das Teil dann auch noch für ein paar Runden um die Strecke lenken und muß sagen: Messerscharf! Auf der R1 dachte ich, ich könnte kein Motorrad mehr fahren, aber es lag wohl tatsächlich an der Yamaha! Es ist schlimm, dass ich so etwas als eingefleischter Yamahafahrer sagen muß, aber so ist das. Zum Glück gibt es ja die R6. Jedem, der gerne schnell um den Kurs wedelt sei das Fahrzeug wärmstens empfohlen!

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